Neue Arbeiten

Die neueren Arbeiten von Hansjörg Krehl stehen zwar in einem direkten Verhältnis zu seinen bisherigen Malereien, doch wird das Gemalte unwichtiger, es wird komprimiert und gleichsam an den Rand des Geschehens gedrückt. Acrylfarben, Bleistift, manchmal auch Tusche oder Kreide treffen sich scheinbar zufällig auf einer Spanplatte, meist in recht kleinen Formaten. Die Zeichnung wird zum Gedankenträger; die Malerei gibt nur noch den Hintergrund, die subjektive Basis zu dem Stattfindenden, sie ist zwar noch ein wenig Inhaltsträger, doch vielmehr bereitet sie erst den Freiraum, in dem die Linie sich ihr Recht erkämpft. Es ist schon noch etwas Malerei, aber gleichzeitig ist es schon mehr als ,nur’ dies. Das Gemalte wird zum Umfeld, es wird gleichsam zu einem Bühnenbild, es rahmt das Geschehen ein, gibt ihm etwas Farbe und auch gleichzeitig Halt. Die Zeichnung tritt auf die imaginäre Bühne, gleich Balletttänzern kreisen die Linien scheinbar zufällig über den Grund, doch eine Choreografie ist erahnbar.

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Vom Suchen der Linie und Finden der Form

Zeichnungen, Collagen und Gemälde von Hansjörg Krehl

Wie viel sagt der Titel einer Ausstellung aus?
Sehr viel. Aber bleiben wir bei den Fakten.

Es handelt sich um eine Ausstellung informeller Bilder, dabei hauptsächlich Zeichnungen. Keine der gezeigten Arbeiten ist betitelt. Die eingangs gestellte Frage taucht wieder auf, allerdings ein wenig modifiziert: Wie viel kann der Titel einer Ausstellung aussagen, wenn die gezeigten Arbeiten alle ohne Titel sind, also keine weitere Information von sich preis geben?

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